• Slider Image

Brandschutz in Wohngebäuden

Das eigene Haus, die eigene Wohnung, das wichtigste über was ein Mensch verfügt.

Hier lebt er, hier ruht er, hier lebt die Familie und oft die Erinnerung, an das was bereits Vergangenheit ist.

Wie schnell ist dieses Refugium beschädigt, oder gar zerstört.

Brände in Wohngebäuden sind keine Seltenheit, in meinen 20 Jahren als Einsatzkraft in der Berliner Feuerwehr waren Wohngebäude- und Wohnungsbrände ein regelmäßiger Begleiter.

Menschen standen vor dem NICHTS, kein Dach über dem Kopf, keine Erinnerungen mehr, alles ein Raub der Flammen, dass was die Flammen nicht raubten ist im Wasser und Schutt der Löscharbeiten versunken. 

Nicht die Feuerwehr ist Schuld, die hat lediglich ihre Arbeit getan und ohne Löschwasser geht´s eben nicht.

Auch wenn der Betroffene oft der Meinung ist, diese Tragödie hätte nicht verhindert werden können, oder die Feuerwehr kam zu spät, es wäre sonst nicht so schlimm geworden.

Er liegt falsch.

Jeder kann etwas dazu beitragen um Brände, gerade in Wohngebäuden, zu vermeiden.

Die folgenden Hinweise können nur eine offene Liste dessen sein, was ich in den letzten Jahren an Erfahrungen gesammelt habe. Manches wird auf Unverständnis stoßen und als Bangemacherei abgetan.

  • Brandstiftungen, sind offiziell mit ca. 10% für Brandentstehungen verantwortlich, inoffiziell könnten es jedoch mehr sein,

Warum? Ein anderes Stück der Statistik, nämlich ca. 20 % aller Brandereignisse bleiben ungeklärt, hier kann davon ausgegangen werden, das ca. 10% der ungeklärten Brandfälle der Brandstiftung zuzuordnen sind, somit insgesamt ca. 20%;

Einbrüche in Wohngebäuden stehen in den Statistiken der Krimanalbehörden noch immer ganz oben.

Ein Einbruch bedeutet immer auch die Befürchtung der Täter Spuren zu hinterlassen die zu ihrer Person und somit zu derer Ergreifung führen können.

Diese Spuren werden oft vereitelt in dem ein Feuer gelegt wird, dieses gerät erstmal in den Focus der Ermittler und bringt dem Einbrecher wertvolle Zeit. Die Spurensicherung nach einem Brandereignis gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen.

Was kann  der Hausbesitzer tun? Er kann versuchen sein Wohngebäude gegen Eindringen zu schützen, das heißt, Aufrüsten und Einbruchsschutz.

 

Beim Einbruchsschutz auf die Fluchtmöglichkeiten im Brandfall achten

Der Schutz gegen Einbruch bedeutet jedoch auch das Einschränken der Fluchtmöglichkeiten der Bewohner während einer Gefahrensituation, z.B. einem Gebäudebrand.

Achten Sie beim Sichern der Wohnanlage gegen Einbruch auch darauf, dass die Bewohner im Brandfall ohne große Mühe das Gebäude verlassen können, z.B. eine Hauseingangstür mit einem Panikschloß versehen, hier ist gewährleistet das eine Flucht ins Freie möglich ist.

Ein zurückliegender Einsatz in Berlin zeigte, das die sehr gute Absicherung Ihres Einfamilienhauses einer Bewohnerin zum Verhängnis wurde, weil es zum Brand einer Wärmedecke im Bett ihres Schlafzimmers kam.

Die ältere Dame erkannte zwar den Brand in ihrem Bett, konnte sich jedoch nicht mehr in Sicherheit bringen, da das Haus so gut gegen Einbruch gesichert war, dass sie nicht ungehindert ins Freie kam. Sie scheiterte an der mehrfach verschlossenen Haustür und wurde vom Angriffstrupp in der Wohnstube an der Jalousie hängend vorgefunden.

Vermutlich versuchte die Dame das Fenster und die Jalousie zu öffnen, auch dies gelang ihr nicht. Sie konnte nur noch Leblos dem Notarzt übergeben werden, dieser stellte nach kurzem Reanimationsversuch den Tod der Dame fest.

 
 

Spread the word. Share this post!

About the Author